Weihnachtsgedichte für Kinder und Erwachsene

Die schönsten Gedichte für Weihnachtskarten und den Heiligen Abend

Eine Selektion der schönsten Weihnachtsgedichte als Vorlage für Weihnachtskarten und zur Lesung am Heiligen Abend.

Weihnachtskarte Schneepünktchen - vergoldet
Weihnachtskarte Neujahrszuaber - vergoldet

Gedichte für Weihnachtskarten

Ihr möchtet euren Freunden, Verwandten und Bekannten eine Weihnachtskarte schicken, um frohe Festtage und einen guten Rutsch zu wünschen und die wichtigsten Ereignisse des Jahres noch einmal Revue passieren zu lassen. Vor allem unsere  Weihnachtskarten im Klappkarten-Format, bieten zusätzlich noch Platz für ein schönes Zitat, einen Spruch oder eben ein kurzes Weihnachtsgedicht. Hier ist eine Auswahl an kurzen Weihnachtsgedichten die sich ganz leicht auf unseren Weihnachtskarten platzieren lassen: 

Nun leuchten wieder die Weihnachtskerzen

und wecken Freude in allen Herzen.

Ihr lieben Eltern, in diesen Tagen,

was sollen wir singen, was sollen wir sagen?

Wir wollen euch wünschen zum heiligen Feste

vom Schönen das Schönste, vom Guten das Beste!

Wir wollen euch danken für alle Gaben

und wollen euch immer noch lieber haben.

 

-Gustav Falke-

 

Es treibt der Wind im Winterwalde...

Es treibt der Wind im Winterwalde

Die Flockenherde wie ein Hirt,

Und manche Tanne ahnt, wie balde

Sie fromm und lichterheilig wird.

Sie lauscht hinaus. Den weissen Wegen

Streckt sie die Zweige hin bereit

Und wehrt dem Wind und wächst entgegen

Der einen Nacht der Herrlichkeit.

 

-Rainer Maria Rilke-

Ich wünsche euch zum neuen Jahr

des Himmels Segen immerdar

und zu der Erde Lust und Leid

stets Frieden und Zufriedenheit.

- Friedrich Güll -

O Weihnacht! Weihnacht! Höchste Feier!

Wir fassen ihre Wonne nicht,

sie hüllt in ihre heil'gen Schleier

das seligste Geheimnis dicht.

- Nikolaus Lenau -

Bäume leuchtend, Bäume blendend,

Überall das Süße spendend,

In dem Ganzen sich bewegend,

Alt- und junges Herz erregend -

Solch ein Fest ist uns bescheret,

Mancher Gaben Schmuck verehret;

Staunend schaun wir auf und nieder,

Hin und her und immer wieder.

- Johann Wolfgang von Goethe -

  Das Christkind aber möge euch bringen

die schönsten von allen schönen Dingen,

und was ihr nur immer träumt, wünscht, oder dachtet,

dass ihr es wohl gerne haben möchtet.

- Wilhelm Busch -  

 

 

 

 

 

 

Gedichte für den Heiligen Abend

Wir haben für euch auch noch eine kleine Selektion der bekanntesten und schönsten Weihnachtsgedichte zusammengestellt, die zwar nicht auf eine Weihnachtskarte passen, allerdings wunderbar für eine kurze Lesung am Heilig Abend zu verwenden sind. Ob Eltern oder Kinder - ein kurzes Gedicht verschönert den Weihnachtsabend für alle Beteiligten. 

 

 

"Knecht Ruprecht" - Theodor Storm

 

Von drauß vom Walde komm' ich her;

Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!

Allüberall auf den Tannenspitzen

Sah ich goldene Lichtlein sitzen;

Und droben aus dem Himmelstor

Sah mit großen Augen das Christkind hervor,

Und wie ich so strolcht' durch den finstern Tann,

Da rief's mich mit heller Stimme an:

"Knecht Ruprecht", rief es, "alter Gesell,

Hebe die Beine und spute dich schnell!

Die Kerzen fangen zu brennen an,

Das Himmelstor ist aufgetan,

Alt' und Junge sollen nun

Von der Jagd des Lebens ruhn;

Und morgen flieg' ich hinab zur Erden,

Denn es soll wieder Weihnachten werden!

"Ich sprach: "O lieber Herre Christ,

Meine Reise fast zu Ende ist;

Ich soll nur noch in diese Stadt,

Wo's eitel gute Kinder hat."

"Hast denn das Säcklein auch bei dir?"

Ich sprach: "Das Säcklein, das ist hier;

Denn Äpfel, Nuß und Mandelkern

Essen fromme Kinder gern."

"Hast denn die Rute auch bei dir?"

Ich sprach: "Die Rute, die ist hier;

Doch für die Kinder nur, die schlechten

Die trifft sie auf den Teil, den rechten.

"Christkindlein sprach: "So ist es recht;

So geh mit Gott, mein treuer Knecht!"

Von drauß vom Walde komm' ich her;

Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!

Nun sprecht, wie ich's hierinnen find'!

Sind's gute Kind, sind's böse Kind?

 

 

"Es treibt der Wind im Winterwalde" - Rainer Maria Rilke

 

Es treibt der Wind im Winterwalde

Die Flockenherde wie ein Hirt,

Und manche Tanne ahnt, wie balde

Sie fromm und lichterheilig wird,

Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen

Streckt sie die Zweige hin – bereit,

Und wehrt dem Wind und wächst entgegen

Der einen Nacht der Herrlichkeit.

 

 

"Die Nacht vor dem heiligen Abend" - Robert Reinick

 

Die Nacht vor dem heiligen Abend

da liegen die Kinder im Traum.

Sie träumen von schönen Sachen

und von dem Weihnachtsbaum.

Und während sie schlafen und träumen

wird es am Himmel klar

und durch den Himmel fliegen

drei Englein wunderbar.

Sie tragen ein holdes Kindlein,

das ist der heilige Christ.

Es ist so fromm und freundlich

wie keins auf Erden ist.

Und während es über die Dächer

still durch den Himmel fliegt,

schaut es in jedes Bettlein,

wo nur ein Kindlein liegt.

Und freut sich über alle,

die fromm und freundlich sind,

denn solche liebt von Herzen

das himmlische Kind.

Heut schlafen noch die Kinder

und sehen es nur im Traum,

doch morgen tanzen und springen sie

um den Weihnachtsbaum.

 

 

"O heiliger Abend" - Karl Gerok

 

O heiliger Abend,

mit Sternen besät,

wie lieblich und labend

dein Hauch mich umweht!

Vom Kindergetümmel,

vom Lichtergewimmel

auf schau ich zum Himmel

im leisen Gebet.

Da funkelt's von Sternen

am himmlischen Saum,

da jauchzt es vom fernen,

unendlichen Raum.

Es singen mit Schalle

die Engelein alle,

ich lausche dem Halle,

mir klingt's wie ein Traum.

O Erde, du kleine,

du dämmernder Stern,

dir gleichet doch keine

der Welten von fern!

So schmählich verloren,

so selig erkoren,

auf dir ist geboren

die Klarheit des Herrn!

 

"Weihnachten" - Joseph von Eichendorff

 

Markt und Straßen stehn verlassen,

Still erleuchtet jedes Haus,

Sinnend geh ich durch die Gassen,

Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen

Buntes Spielzeug fromm geschmückt

Tausend Kindlein stehn und schauen,

Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern

Bis hinaus ins freie Feld,

Hehres Glänzen, heilges Schauern!

Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,

Aus des Schnees Einsamkeit

Steigts wie wunderbares Singen

Oh du gnadenreiche Zeit!

 

 

"Alles still! Alles still!" - Theodor Fontane

 

Es tanzt den Reigen

Mondenstrahl in Wald und Flur,

Und darüber thront das Schweigen

Und der Winterhimmel nur.

Alles still! Vergeblich lauschet

Man der Krähe heisrem Schrei.

Keiner Fichte Wipfel rauschet,

Und kein Bächlein summt vorbei.

Alles still! Die Dorfeshütten

Sind wie Gräber anzusehn,

Die, von Schnee bedeckt, inmitten

Eines weiten Friedhofs stehn.

Alles still! Nichts hör ich klopfen

Als mein Herze durch die Nacht

Heiße Tränen niedertropfen

Auf die kalte Winterpracht.

 

 

"Der Stern" - Wilhelm Busch

 

Hätt einer auch fast mehr Verstand

als wie die drei Weisen aus dem Morgenland

und ließe sich dünken, er wäre wohl nie

dem Sternlein nachgereist wie sie;

dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest

seine Lichtlein wonniglich scheinen lässt,

fällt auf sein verständig Gesicht,

er mag es merken oder nicht,

ein freundlicher Strahl

des Wundersternes von dazumal.

 

 

"O Tannenbaum" - Ernst Anschütz

 

O Tannenbaum, o Tannenbaum,

wie treu sind deine Blätter!

Du grünst nicht nur zur Sommerzeit,

nein, auch im Winter, wenn es schneit.

O Tannenbaum, o Tannenbaum,

wie treu sind deine Blätter!

O Tannenbaum, o Tannenbaum,

du kannst mir sehr gefallen.

Wie oft hat nicht zur Weihnachtszeit

ein Baum von Dir mich hoch erfreut!

O Tannenbaum, o Tannenbaum,

du kannst mir sehr gefallen!

O Tannenbaum, o Tannenbaum,

dein Kleid will mich was lehren:

Die Hoffnung und Beständigkeit

gibt Trost und Kraft zu jeder Zeit.

O Tannenbaum, o Tannenbaum,

dein Kleid will mich was lehren.

 

 

"Weihnachten" - August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

 

Zwar ist das Jahr an Festen reich,

Doch ist kein Fest dem Feste gleich,

Worauf wir Kinder Jahr aus Jahr ein

Stets harren in süßer Lust und Pein.

O schöne, herrliche Weihnachtszeit,

Was bringst du Lust und Fröhlichkeit!

Wenn der heilige Christ in jedem Haus

Teilt seine lieben Gaben aus.

Und ist das Häuschen noch so klein,

So kommt der heilige Christ hinein,

Und Alle sind ihm lieb wie die Seinen,

Die Armen und Reichen, die Großen und Kleinen.

Der heilige Christ an Alle denkt,

Ein Jedes wird von ihm beschenkt.

Drum lasst uns freu’n und dankbar sein!

Er denkt auch unser, mein und dein.

 

 

 

 

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